Telekom-hilft oder „der Wahnsinn ein Smartphone zu bekommen!“

Diese Kurzgeschichte ist älter aber jedes Wort wahr und in keinster Weise ausgeschmückt. Damit Sie mir nicht verloren geht, habe ich Sie so, wie ich sie 2011 auf Facebook veröffentlicht habe, hier nochmal zusammengetragen.

Der Wahnsinn ein neues iPhone bekommen zu wollen (und ja … es wird länger)

So… ich beginne diesen Eintrag ins Logbuch nicht mit „am Anfang war das Wort“, dennoch fange ich erst mal vorne an.

Am 07.10. unternahm ich todesmutig den Versuch mir ein neues iPhone 4S (gesprochen „for Ass“) im T-Punkt meine Misstrauens direkt zu bestellen. Der Andrang hielt sich in Grenzen (vielleicht sollte das ein Zeichen sein???), sodass ich halbwegs zügig auf eine nette Dame traf, die sich meiner annahm.

Also Licht aus… Spott an… oder wie das auch immer heißen tut.

Bestellung des Gerätes bei einer netten Mitarbeiterin im T-Punkt nicht möglich (Server überlastet), was ja fast zu erwarten war. Aber man ruft mich an, sobald der Server wieder läuft. Auf die Frage ob man dafür nicht auch meine Telefonnummer benötige, fängt es im netten Köpflein an zu rattern… „Gute Idee!!!“. Vertröstung auf Montag… bin ja ein freundlicher und verständnisvoller Mensch, verabschiede mich also höflich und bin nur leicht enttäuscht… „auf die 2-3 Tage kommt es ja nun auch nicht an“, sage ich mir. 

Auftritt 10.10. bei der wiederum freundlichen Mitarbeiterin, die sich leider nicht an mich oder die Tatsache, dass Sie mich anrufen wollte sobald das System wieder läuft, erinnern konnte… Gut. Partielle Amnesie kann ja mal vorkommen, vergesse schließlich auch mal was. Also starten wir einen neuen Versuch und siehe da… es klappt. Allerdings plaudert die immer noch nette Dame ständig vom iPhone 4 –  ich mache Sie mehrfach darauf aufmerksam, dass ich das alte Model nicht möchte, sondern das neue 4S (ihr wisst ja.. gesprochen For ASS!) … „Ach so ja natürlich“, sagt die liebenswerte Lady und schreibt fleißig auf alle Unterlagen, die ich auch mitbekomme „4S“ (Also „für den Arsch“… wie sich noch herausstellen sollte). Lieferung soll dann zeitnah erfolgen. Herr Freitag freut sich und trollt sich…

19.10. – die Post ist da!!! 🙂

Paket aufgemacht und was ist drin? Bingo!!! Das iPhone 4!

„Macht ja nichts, kann ja mal vorkommen“, denke ich so bei mir, „habe mich ja auch ständig missverständlich ausgedrückt“… Lese darauf hin noch mal sehr entspannt und gut gelaunt das Kleingedruckte im Verlängerungsschreiben… Dort finde ich in 3,5 Punkt Schrift – ihr wisst schon, auf diesem lustigen Löschpapier gedruckt, auf dem man ohne Rasterelektronenmikroskop nichts lesen kann – den Hinweis, ich hätte ja das iPhone 4 bestellt.

Daraufhin latsche ich mit Paket und Retoureschein in den T-Punkt. Freundlich-Frau nixx da. Ich treffe auf Grompf den Höhlenmenschen, maximal 13 Jahre alt und völlig ahnungslos. Als Humanist zeige ich mich von meiner besten Seite und versuche es mit einer möglichst einfachen Erklärung im Telegramm-Stil: „Du da! Ich Hilfe brauch! Ihr Mist gemacht! Falsches Handy! Und nun?“ Grompf guckt darauf hin vollkommen ahnungslos mit seinen kleinen braunen Rehäuglein tief in meine Augen und kontert mit der nihilistisch-existenziellen Silbe, die die Welt aus den Fugen heben kann: „HÄ?“

„Prima, das wird einfach“, denke ich und schildere dem 13 jährigen den Sachverhalt dezidiert und so, dass ein 6-Jähriger verstanden hätte, was passiert ist und den Fehler – wenn er die Grundvoraussetzung für die Bedienung eines Computers, den Besitz von Daumen, vorweisen könnte – mit Leichtigkeit in seinem Hochleistungssystem von T-COM beheben können müsste.

Aber weit gefehlt. Der Grompf-Gnom beeindruckt mich stattdessen mit der Möglichkeit die Rückwand seines Schädels durch seine Augen hindurch zu begutachten und lächelt stumpf vor sich hin. „Und nun?“ wiederhole ich zur Sicherheit noch einmal meine Eingangs gestellte Frage. „Da muss ich telefonieren“, kommt eine fast spontane Antwort. „Dann Husch-Husch mein kleiner Kolibri“, denke ich, während Grompf die Nummer wählt. Nach längerem eifrigen Nicken und Ähä-Gebrubbel kann man Grompf beim Erreichen einer neuen Bewusstseinsebene zuschauen… er ist nun erleuchtet! „Ahhlsooo“, beginnt es, „sie müssen das Handy mit dem Retourenschein zurückschicken und darauf vermerken, dass das falsch geliefert ist. Dann kommen Sie in zwei Tagen (das wäre dann der 21.10. Anm. d. Verf.) wieder um den Vertrag neu aufsetzen“. Ich bedanke mich wiederum freundlich und trolle mich erneut.

Im Büro (ja ich arbeite tatsächlich zwischendurch!!!) angekommen, fülle ich zügig den Schein aus, vermerke meine Beweggründe für die Rücksendung, kopiere mein Schreiben und verpacke alles wieder ordnungsgemäß. Mein lieber Kollege ist so nett, das Gerät unmittelbar der Post wieder anzuvertrauen und voilá… schon ist das falsche Gerät innerhalb von nur 1,5 Stunden wieder auf dem Weg zurück in den Vorhof der Hölle…

Irgendwie hatte mich dennoch die Kompetenz des lustigen Halbprimaten nicht so ganz überzeugt und ich wage mich freiwillig dorthin vor, wo noch kein normaler Mensch den ich kenne vor mir gewesen ist: die Service-Hotline der Todescom!

Nach geschlagenen 15 Minuten (die lustigen Beschimpfungen des super-duper automatischen Weiterleitungssystems erspare ich euch jetzt. Nur so viel… es ist lustig immer laut und deutlich „ARSCH“ zu sagen… man landet dann irgendwann tatsächlich bei einem Mitarbeiter) habe ich dann doch eine nette Dame am Telefon. Ich schildere Ihr den Fall, meine Bedenken, dass das falsche Gerät schon im Vertrag vermerkt ist und frage, ob die Retoure so richtig gewesen sei. „Ja“, sagte sie mir, „Sie bekommen das korrekte Gerät direkt zugesandt“. „Hossa“, denke ich, „der lustige Grompf hat gesagt ich muss wiederkommen und Trulalla sagt mir, das passiert automatisch“… na wer da wohl recht hat..?

21.10. Neuer Auftritt im T-Punkt (schließlich hat Grompf gesagt ich soll wiederkommen)

Grompf ist aber heute nicht da. Die schuld-an-allem-Übel-Mitarbeiterin auch nicht. Also fröhlich auf den nächsten freien Mitarbeiter zu und wieder mal meine Geschichte erzählen. Verständnisvolles Nicken von – ich nenne ihn einfach mal so – Erdnuss.

Erdnuss macht zumindest den Eindruck einige Monate älter – und somit erfahrener – als Grompf zu sein. Auch die Todescom scheint sich dieser Tatsache bewusst und hat ihn mit Intarsien der Macht beschmückt – eine Kravatte! Nun lasse ich mich ungern von „ich trage einen Penis um den Hals“ täuschen und frage also, wie man denn nun vorhat mein Problem zu lösen. Erdnuss stellt daraufhin eine unerwartet Frage:

„Hat mein Kollege denn ein Storno-Fax gesendet?“ „haha… natürlich NICHT“, antworte ich, während ich gedanklich Grompf einen schönen bunten Luftballon schenke und einen wunderbaren Tag im Fantasialand wünsche. „Ihr Kollege hat nichts dergleichen getan!“ „ja, dann müsste ich das machen, aber das kann ich nicht, weil nur der Mitarbeiter, der den Vertrag geschlossen hat, diesen stornieren kann und die Kollegin ist im Urlaub.“ Mein Blick, den ich durch jahrelanges Vater-Sein offenbar perfekt trainiert habe, scheint strafend genug zu sein, sodass Erdnuss zunächst zögernd, dann aber voller Elan ein Storno-Fax ausfüllt und sogar versendet. „Das müsste dann in spätestens 2 Tagen erledigt sein, ich rufe Sie an! Verlassen Sie sich drauf!“ Ihr erinnert euch an das Telefonnummer-notieren am ersten Tag? BINGO… ich scheine in einem Raum-Zeit Kontinuum gefangen zu sein…

24.10. kein Anruf, was auch sonst… Ruhig Freitag, Ruhig…

25.10. Erneuter Gang in den T-Punkt (habe langsam den Eindruck das „T“ für „Totale-Hirnerweichung“ steht, was ich eigentlich bisher dem „T“ in „RTL“ zugeordnet hatte).

Erdnuss ist da und sieht mich. Ich bilde mir ein eine leichte Schweißperlenbildung auf seiner jugendlichen Stirn ausmachen zu können.

„Hallo Jüngelchen! Du erinnerst Dich? Der den Du anrufen wolltest ist wieder da!“ …

„oh ja, stimmt, das habe ich ja noch in meiner Mappe stehen.“ Mir steht bei dem Gedanken auch was, nämlich die Schlagader außerhalb meines Halses, aber gut… ich bin ja ein Mensch, der sich nur ungern aus der Ruhe bringen lässt.

„Was gibt`s also Neues zu berichten?“ frage ich keck und mit mühelos gespielter Höflichkeit.

„Ja … ääähhhh… ich guck noch mal ins System!!!“ Erdnuss hat eben brilliante Eingebungen. Nach kurzem Geklapper, Sicherheit-Special-Employer-Check-in-Hyperhip-SMS-Code-Changing und wissendem Nicken verkündet mir meine neuer putzeliger Freund: „es gibt nichts Neues“.

„Cool, und wann kann ich mal damit rechnen, dass man sich meiner erbarmt?“
(kleiner Tipp… nicht so komplizierte Wörter wie „erbarmt“ im T-Punkt verwenden.)

„Das kann ich Ihnen nicht sagen, das Storno ist noch nicht bearbeitet worden.“ Heidewitzka, so schlau wäre ich dann auch schon gewesen… Fröhlich weise ich Erdnuss noch einmal daraufhin zum Hörer zu greifen. Schließlich könne ich ja nichts dafür, dass eine Mitarbeiterin aus dem T-Punkt mich um Schlaf, Gesundheit, entfallende Lebenszeit und das neue Handy bringt und ich nun seit 15 Tagen auf ein korrektes Gerät warte. Entschlossener Griff zum Hörer. Gespräch mit Schlaubi-Schlumpf in Dantes Inferno. Kopfschütteln. „Es wird noch bearbeitet.“ Erdnuss ist schonungslos offen. Der Penis um den Hals scheint ihm ein Gefühl von Überlegenheit zu verleihen. Immerhin kann ich ihm erneut das Versprechen abringen, mich anzurufen, sobald das Storno im System auch bearbeitet ist…

Auf dem Weg zurück ins Büro überkommen ich kurze Schwindelanfälle und ich sehe viel Magenta am Ende des Tunnels, der sich kurzzeitig vor meinem geistigen Auge auftut… vermutlich liegt es an der Aussicht, in zwei Tagen einen erneuten Gang vor das jüngste Gericht anzutreten… Himmel, was hab ich eigentlich verbrochen?

26.10. Die Geschichte gewinnt an Fahrt. Ermuntert durch positive Resonanzen aus der großen Gemeinschaft der Leidgeprüften Todescom-Opfer, manifestiert sich der Gedanke in meinem noch nicht ganz abgestumpften Hirn eine Bewegung auszurufen… Mir schwebt da „Occupy T-Punkt“ vor. Vielleicht etwas einfallslos, aber griffig. Bin aber für weitere Vorschläge offen!

to be continued soon…

Der Wahnsinn ein iPhone zu bekommen – die zwei Türme

Da es sich hierbei möglicherweise um ein literarisches Meisterwerk handeln könnte (die Story ist auf jeden Fall top) erlaube ich mir die Anleihe beim ganz Großen der epischen Niederschrift…Wohlan denn, edle Recken. Es geht weiter!

 Ihr erinnert Euch noch, dass ich versuchte von Grompf und Erdnuss Auskunft zu erhalten, wann denn nun mein nicht mehr ganz so freudig erwartetes „Für’n Arsch“-Gerät kommt.

Den ganzen gestrigen Tag – wir schrieben den 26igsten Tage des güldenen Monats Oktober (was nen Müll eigentlich, dass das der zehnte Monat ist… naja egal, der alte Julian wird wohl gewusst haben, warum er uns verwirren wollte) und ich war gespannt. Gespannt wie ein Flitzebogen der gleich einen Pfeil mit Froschgift-Spitze in den Allerwertesten von Erdnuss ballern möchte. Denn anstelle von schmeichelnden Anrufen, erklärenden Worten, Entschuldigungsgeschleime, Einladungen zur nächsten Verkäufersause in Puderfest (äääh Budapest) oder Lobpreisung meiner Schönheit geschah…. NIXXX… ja der berühmte Satz mit den drei X… Für mich und meine Begegnung der dritten Art wurde dieser Satz wohl einst erdacht.

Stattdessen ereilte den tapferen Recken Freidagorn (der ist viel cooler als der Spitzohren-Elb) eine elektronische Depesche aus dem Nazgul-Hauptquartier mit der lustig magentafarben brennenden Rosette auf dem Dach. Das muss nun von Saudoof persönlich geschickt worden sein, denn auch nach dem dritten mal Lesen, erschloss sich mir der Sinn nicht. Zu lesen stand dort (wenn man den Schrieb kurz ins Feuer hielt, damit die Buchstaben zu Leuchten beginnen), dass ich ja nun einen neuen Tarif gewählt hätte, um zukünftig die Kriegskasse von Saudoof und seinen Orks noch praller zu füllen. Meinen alten Tarif gabs wohl nun nicht mehr und der Wechsel in den neuen soll mich auch nochmal zusätzlich lausig 49 Goldtaler kosten… wahlweise könnte ich aber auch das Mithril-Hemdchen von dem haarigen Riesenfüßler rausrücken, mein Schwert einschmelzen und als neu gegossenens „T“ überbringen oder 40 Jungfrauen zu besagter Puderfest-Fete einfliegen lassen. „Lustich, Lustich“, dächtelte da der einsame Freidagorn, „man könnte meinen, der alte Saudoof mit der Brandrosette hat nicht mehr alle Hobbits in der Pfanne“. Also Schwert geschnappt, Ackergaul besohlt, Augenbrauen auf Krawall gebürstet und im Schweinsgalopp-hopp-hopp Richtung der fies-farbenen Feste geritten…

Das Tor war leicht durchbrochen (musste nur nen Zwerg durchs Portal werfen) und so stapfte ich in Richtung Erdnuss.

Das feige Strauchgewächs muss aber in einem Zustand von absoluter Geistesgegenwart mein wütendes Nüsternblähen und Geschnaube vom Weiten gehört oder gerochen haben; jedenfalls griff er sich schnell einen ahnungslosen Gerätebeglotzer, um ihn in ein nervtötendes Verkaufsgespräch zu verwickeln. (ich glaub der arme Mensch, der da angequatscht wurde, hat den Laden mit Blutsturz á la Ebola-Infektion verlassen, so schlau muss Erdnuss gequasselt haben). Auf jeden Fall war mir nun der Weg zu meinem eigentlichen Opfer versperrt und ich schritt an die andere Theke… Wildentschlossen heute einen Entscheidungskampf mit Saudoof auszufechten. Ich traf aber erstmal auf Gollum…

Mittelwinzig, mittelgrau, mittelmäßig und mit leicht vorstechenden Augen und Geifer um den Mund (hehehe hat wohl gedacht ich kaufe was bei Ihm!!!… nixx da, mein Schaaaaatzzzzzzzz!!!) „kann ich Ihnen helfen“, fragt es mich. Ich bin zunächst verwirrt wohin ich gucken soll, da alles so grau ist, dass es schwerfällt das Gesicht auszumachen, aber in Höhe meiner linken Kniescheibe blinzelt mich was Gelbunterlaufendes an.

„eigentlich habe ich keine Lust, meine ganze Leidensgeschichte hier nochmal aufzuzählen (stimmt wirklich – ich hatte überhaupt KEINE Lust nochmal meine ganze Leidensgeschichte zu erzählen!) aber ich versuche es dann noch mal“, sage ich dem gallertähnlichen lustigen Ding mit den ikterischen Kuckerchen links neben meinem Wadenbein (irgendwie schien er zu schrumpfen). Also schilderte ich den ganz Mist nochmal, in der Hoffnung verstanden zu werden. Gollum hat aber auf der Hälfte meiner echt spannenden Story offenbar keine Lust mehr mir zuzuhören, was ich an zwei Dingen sicher erkannt habe.

1. Im läuft Sabber aus der gleichnamigen Sabberrinne

2. Er beglotzt das blonde, dralle Burgfrollein, dass soeben seine Kurven in die Feste geschoben hatte (ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube da bestand ein Zusammenhang) „vielleicht sollte ich ihn kurz auf den Arm nehmen und zur holden Maid tragen und ein Date in der Kemenate für Ihn klarmachen“… denke ich und überlege, dass es schöner wäre ich ihn mittels einer Steinschleuder, Fußtritts oder Gandalf-mäßigem Stockgewirbel in die Arme der Angebeteten zu verfrachten.

In diesem Moment geschieht das Wunder! Eine Lichtgestalt (NICHT Franz Beckenbauer) tritt in mein gepeinigtes Leben und erhört mein Flehen… mit elfengleicher Stimme trägt sie mir vor, dass Sie von meiner Geschichte gehört hat und ich auf mein Storno (das muss altgriechisch für Erlösung sein) warte.

Fanfaren, Trompeten, Engelschor!!! (wie das weiter geht, schreibe ich dann im letzten Teil)

Der Wahnsinn ein iPhone zu bekommen – dem Ende nah

 So liebe Freunde, man kann ja nicht sagen, ich hätte keine Geduld mit Saudoofs Heerführern gehabt.

Ich gebe ihnen die Chance sich in den Staub zu werfen und den Popex in den Himmel streckend zu Kreuze zu kriechen, doch die kleinen putzeligen Verwalter des Blöden denken nicht mal daran! (ich bitte jetzt schon untertänigst um Verzeihung, falls ich den Terminus zwischenzeitlich wechsle oder die Motzlevel in den roten Bereich schwappt… aber ich bin wirklich wirklich dolle-bolle sauer..! Und mit so nem fotogenen Rotschleier in der Pupille und langsam auftretender Persönlichkeitsstörung kann ich auch nicht immer dafür garantieren, was ich da so schreibe)

Der Reihe nach:

Am 27.10. war Freidagorn, der Verfechter für Recht und Verfassung mit seiner schnicken Ausrüstung (Breitschwert, gesammelter Todescom-Schwachsinn von Erdnuss, Grompf sowie der liebreizenden Lochfrass-im-Hirn-Mitarbeiterin) in die schnicke-magenta blinkende Trutzburg von Saudoof gejettet. An dieser Stelle sei mir noch die Bemerkung erlaubt, dass ich Magenta echt scheiße finde… das wurde doch nur von irgendwelchen zugedröhnten Desigern ausgewählt, damit Ihnen die rosa Elefanten, die Ihnen ständig vor die Stecknadel-Guckerchen traben, nicht mehr so deutlich erscheinen. Jedenfalls ich rinn inne Hütte (Zwergwurf durch Burgtor), mich von Gollum nicht ernst nehmen lassen (war ja mit Sabbern beschäftigt) und stattdessen an die holde blonde Jungfer gewandt, die meine Passion offensichtlich im Hintergrund verfolgt hatte. Ich vermute an dieser Stelle mal, dass man im Folterkeller der rosaroten Fabelwesen sich zur Mittagsstund regelmäßig auf die Schenkelchen kloppt, was man da doch für nen Horst am Wickel hat… egal jetzt.

Auf jeden Fall nahm sich nun Gelabriel meiner an und rollte den Fall noch mal präzise auf. Durch erstaunliches Fachwissen in der Bedienung des klapprigen Klapperkasten vor Ihrer Nase war sie in Windeseile in der Lage rauszufinden, dass es noch nichts Neues gäbe… schließlich hätte man mich ja sonst sofort angerufen. (Während Sie das sagte, konnte man Erdnuss in einem Erdloch verschwinden sehen… und seine schamesrote Omme glimmte noch aus dem selbigen…).

Ha!!! Staubmantel beiseite und Depesche aus dem Reich des Blöden gezückt und protzig auf den Tresen geschleudert… „Wie kommt es dann, dass sich die Todescom bei mir wegen eines Tarfiwechsels bedankt, na?“ Tjaha Freunde des unanständigen Geschlechtssports!!! Da tat aber Eine gucken tun! Sofort wurde mit zittrigen Greiferchen mein „Ausdruck der Unfähigkeit“ (wie ich die E-Mail nun liebevoll nenne) untersucht und zwar nicht irgendwie! Nenene… Gelabriel nahm sich richtig Zeit, las 4-400 mal das Schreiben ihres Herrn und Meisters Brandrosette und warf die Stirn mehr und mehr in Falten (so nen hässlicher Knitter-Zwerg-Mops sieht dagegen so glatt wie Sly Stallones Mutter im Gesicht aus) ob des Versuches denn Sinn dieser Schrift zu entziffern. Schließlich erneuter Griff zum Telefon um mit Robert Langdon zu sprechen. Der kennt sich immerhin mit Kryptologie aus und sieht außerdem aus wie Tom Hanks. Langdon schien tatsächlich in der Lage, Bruchstücke dieses per Ceasar-Verschlüsselung chiffrierten Mülls zu entziffern. Jedenfalls war der vorhangmäßige Faltenwurf auf Goldlöckchens Stirn sichtbar übersichtlicher geworden als sie verkündete:“Jetzt verstehe ich das!“ „Toll,“ denke ich wiederum und frage tolldreist: „und?“

„Das ist die Bestätigung, dass ihr Vertrag, der schon als neu eingestuft wurde, wiederum neu eingestuft wurde und zwar auf den alten Stand! Das muss man mal anhand dieses Schreiben begreifen können!!!“ Ich für meinen Teil gab Gelabriel nickend Recht und dachte mir meinen Teil, den ich an dieser Stelle mal der Höflichkeit halber verschweige, sonst kriege ich Haue von Mama, falls die das jemals lesen sollte.

„UND WAS IST NUN MIT MEINEM EIFOHN FÜRN ARSCH????“, säuselte ich so liebevoll wie möglich in ihre Gehörgänge.

„Das könnten wir jetzt neu bestellen!“ freute sich meine neuste Errungenschaft menschlichen Irrsinns sichtbar.

Also flugs weitere 20 Minuten meiner Lebenszeit mit Bestellung, Prüfung und ritueller Bemalung verschwenden (spielte kurz mit dem Gedanken das ganze mit Blut zu schreiben, aber Gelabriel fand den Vorschlag ihres zu nehmen nur halb-gut) und dann die kecke Frage gestellt, wann in Drei-Teufels-Namen denn nun das Gerätchen mich mit seiner Anwesenheit beglücken würde… „Maximal 5, allerhöchstens 7 Werktage“ – eine Aussage wie in Stein gemeißelt…

Kurzes hysterisches Lachen meinerseits inklusive nervösem Augenzucken und ein paar freundlich Worte zum Thema Kundenservice von mir gebend verließ ich also die Kammer des Schreckens und ließ die Hobbitze beim lustigen Balgen um die Verkaufsprovision zurück…

Wohl gemerkt… das war am 27.10…

Die nächsten 3–4 Werktage rechnete ich natürlich NICHT mit dem Eingang. Das wäre ja ungefähr so, als würde man daran glauben das Schlacke 04 Meister wird oder die Todescom tatsächlich seine Kunden ernst nimmt.

Ab Tag 5 begann das Hufescharren… eigentlich nur so aus Prinzip, gar nicht mal wegen des Arschgeräts sondern nur um zu sehen, ob die olle Gelabriel recht hat und ich ein Paket empfangen darf.

Zwischendurch gab es noch ne Abbuchung für das falsch gelieferte Telekomunikationsdingens über knapp 200 Takken.In dem Zeitraum schafften wir uns im Elfenbeintürmchen der schönen Künste eine Defibrillator an, um mich gelegentlich aus dem ersten Kreis der Hölle zurück zu holen… ich kann euich sagen: da ist kein Licht! Sondern nur fieses Magenta!!! (Nach weiteren Telefonaten erhielten wir dennoch trotzdem eine Gutschrift über die Summe, rechne aber fest damit, dass wir demnächst Mahnungen für Gutschriften erhalten)

6. Tag: Onlinebestellung von Voodoopuppen… eine für Hirn-aus-Schnixxe und Grompf, Erdnuss muss auch eine haben, Gollum und auch Gelabriel… die lieben netten nicht-kompetenten Strauchdiebe in den diversen Hotlines (merke: wenn man immer Arsch verlangt, ist auch einer dran!!! siehe Teil 1 der Saga) nicht vergessen…

7. Tag: Die Schonfrist läuft ab… werde wohl die Kunstlederjacke rauskramen, die lustige Plastikuhr ums Handgelenk schnallen, Dauerwellenhelmchen up de Kopp setzen und es in bester Michael Knight Manier versuchen… im Super-Oursuit-Mode durch die Scheibe springen und Hamburger kauend auf die Auslegware pinkeln..!!! (Verzeihung die Damen, ich bitte mich für meine vulgäre Ausdrucksweise zu entschuldigen, aber wie bereits erwähnt leide ich inzwischen an Persönlichkeitsstörung).

Die letzte Schlacht steht also an… tu bie kontinjuud!!!!

Tränen der Freude – Telekom-hilft

Leute Leute… ich bin ja geplättet… „Für`n Arsch“ ist tatsächlich da!!!

Nach unendlichen Irrungen und Wirrungen, Gedächtnis- und Hirnsubstanzverlust, ausufernder Paranoia (jedes Mal wenn der Postbote klingelte fing das linke Auge an nervös zu zucken)  und pavlovschem Gesabber wenn jemand auf FB postete „Ich hab’s schon“, wurde ich heute von meinem Leiden erlöst! Breitschwert also in den Schrank gestellt und erstmal diese coole Gesichtscreme von Dr. House kaufen, um die entstandenen Wut- und Lachfalten (war eben von Fall zu Fall ein Wechselbad der Gefühle) zu behandeln.

Sogar das Ummelden in der Standleitung der Todescom ging halbwegs flüssig durch den Äther, sodass ich nach kurzen Augenblicken (gemessen an der Erdentstehung) ein aktives und funktionierendes (!) iPhone inne Finger habe..!!!

Erste Tests von SIRI waren vielversprechend, wobei sie nicht in der Lage ist mir Antwort darauf geben, warum Sie mich so lange hat zappeln lassen… Desweiteren wollte sie mir nicht die Homepage der Todescom öffnen oder mir Auskunft erteilen, wer mir all den geistigen Schaden ersetzt, der Dank Gollum, Gelabriel, Grompf und Erdnuss sowie all der anderen lustigen Stümper entstanden ist. Also werde ich nun versuchen, mich bei SIRI einzuschleimen, um vielleicht doch noch eine fast legale Transaktion vom Konto der Todescom auf das meinige anzuleiern… kann ja sein, dass SIRI sowas kann!? 😉

An dieser Stelle möchte ich lobend erwähnen, dass sich Telekom-hilft tatsächlich als hilfreich erwies.

Dort war man tatsächlich bemüht um mich… vielleicht hatte man aber auch Angst, dass ein Shitstorm losgetreten wird? Wer weiß, wer weiß… Auf jeden Fall sei die Facebook-Seite all jenen empfohlen, die ähnliche Pein erdulden müssen, wie meiner-einer.

Und auf jeden Fall nochmals Danke für Euer mehr oder minder großes Mitgefühl und die aufmunternden Worte, die mich durch das Tal des Todes (hehehe… irgendwie passt Todescom immer noch) hindurch getragen haben.

Goodbye, Farewell and Amen°!
Freidagorn, aka Maikel Naiht, aka Sebastian

Nachtrag zu der überaus wahren Gesichte:
Inzwischen dient mir diese Geschichte als positives Beispiel über den Nutzen von Social-Medias als CRM-Kanal. Und ich bin auch nicht mehr böse auf die Telekom. 😉

Veröffentlicht von

Sebastian Freitag

Sebastian Freitag, Jahrgang 1975, ist seit 1998 ist verschiedenen Funktionen in der Kommunikationsbranche tätig. Als Mitgründer und -Geschäftsführer der Werbeagentur VON DER SEE berät er Kunden zu den Themen Markenführung, Onlinemarketing und digitalen Strategien. Dies ist Sebastian privater Blog. Eine Sammlung von Gedanken und Dingen, die ihn bewegen.

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