Google-Dienste nerven.

Mein lieber Kukuschinzki … Google-Dienste nerven.Do no evil?„, das kann man sich im sonnigen Mountain View  meinetwegen mal an den knallbunten Buchstabensalat kleben. Ich bin sauer oder vermutlich einfach nur zu dämlich. Aber der Reihe nach:
Im Gegensatz zu vielen meiner Social Media Kollegen wage ich zu behaupten, dass ich kein Developer bin (schrecklich, Kopfschüttel, ROFL, LOL …). Eher das Gegenteil (obligatorisches „Tisch …Kopf“). Fast schon ein DAU (dümmster anzunehmender User … und nun genug der Klammern). Oft genug treibe ich Kollegen und Entwickler in den Wahnsinn – okay das ist jetzt vielleicht ein bisschen übertrieben, aber an mir ist eben kein technikverliebter Nerdy-Heinz verloren gegangen. Ich will nicht Schnittstellen zwischen Shops und Facebook programmieren. Ich bin Anwender, ich weiß (zumindest hoffe ich es – sorry, doch noch ne Klammer) was für Kunden sinnvoll ist zu nutzen, welche Dienste man braucht und in Webprojekte einbinden sollte und kann dies auch im Team und mit dem Kunden kommunizieren. Immerhin das kriege ich recht brauchbar hin, es sei denn mir wird einfach nur freundlich zugenickt, damit ich die Klappe halte und mich trolle. Den technischen Part überlasse ich dann lieber den Kollegen im Haus, die da mehr von verstehen. Man kann eben nicht alles wissen sondern muss nur wissen, wo man es bekommt. Kurzum, ich finde mich zurecht.

Hootsuite finde ich prima, sogar mit den Ads-Manager von Facebook komme ich zurecht. Auch die SEO-Funktionen innerhalb von WordPress sind einfach zu nutzen. Was mir aber den Schaum vors Maul treibt ist Google. Gefühlte 100.000 Dienste, Programme und Anwendungen bietet der Internetriese an.

Google Produkte
Google Produkte

Gleichzeitig schafft es das Unternehmen aber nicht EINFACH zu denken. Absicht oder Masche … es wird dem Normalsterblichen extrem erschwert den Überblick zu behalten, geschweige denn Dienste sinnvoll zu nutzen, nichts ist wirklich vernetzt, zumindest nicht auf den ersten Blick. Google Adsense, Google Express Ads, Werben auf Local, denn Google+ Account zu einer Business-Seite mit einem schon bestehenden YouTube Kanal hinzufügen? Ein Graus. In diesem speziellen Fall war ich nicht mal allein zu doof sondern es stellte sich nach umfangreicher Recherche raus (Die Infos kamen übrigens NICHT von Google selbst), dass die Dienste nur unter bestimmten Voraussetzungen (Local-Eintrag blablabala) miteinander zu verbinden sind. Na wunderbar! Da konnten wir dann unseren bestehenden Account mit immerhin 150 Followern – damit sind wir wahrscheinlich die absolute Highlight-Seite im Nordwesten gewesen – plattmachen und neu aufsetzen. Toll, ganz toll.

Die Krone des Entsetzen setzt mir aber Google Analytics auf. Wer nicht mindestens 3 Stunden täglich durch dieses unsägliche Geschwurbel fräsen muss, sondern in eher unregelmäßigen Abständen zu Kontrollzwecken diesen Hort des Irrsinns aufsucht, ist verloren. Eigentlich sollte es nicht Google Analytics, sondern Inferno heißen.

Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren!
Dante Aligheri

Ich lass auch einen fahren, wenn ich versuche durch diese unsinnige Ansammlung an Knöppen, Schaltern, Links und Mouseovers durchzusteigen. User-Interface-Gestaltung? Da haben die Google-Designer in der Vorschule aber ganz schön dem Hävelmännchen bei der Mondfahrt zugeguckt. Nicht einmal das Löschen einer alten Seitenanalyse funktioniert ohne eine 400-seitige Betriebsanleitung, die in einer Mischung aus Kisuaheli, Nerd-Englisch und gebrochenem Deutsch zusammengeflickt ist. Hat Google nie gelernt, dass die einfachen Dinge noch erfolgreicher sein können?

Schwippschwappschwurbelkack
Schwippschwappschwurbelkack

Hat eigentlich irgend jemand wirklich ZEIT dafür, sich durch diesen ganzen Bullshit zu klicken? Ich jedenfalls nicht. Dafür ist meine Tagesfreizeit zu knapp bemessen. Ich möchte doch nur schnell und einfach Seitenanalysen einrichten, nutzen und verwalten. Ich weiß – nun werden einige sagen „jammer nicht rum“ oder „dann überlass das doch den Profis, wenn Du keine Ahnung hast“ und das möglicherweise zurecht – aber darum geht es mir ja nicht. Mir geht es darum, dass es Google den Anwendern unnötig schwer macht und das ohne ersichtlichen Grund. Vielleicht ist der Plan von Google ja auch, eine Gefolgschaft zu züchten, die den lieben langen Tag nichts weiter tun soll, als sich durch den mystischen Algorithmus zu schwurbeln, der auf so klangvolle Namen wie Kung-Fu Panda, Urmel aus dem Eis oder Zickzackzobeleenemeenemopel hört. Diese Gefolgschaft verdient dann damit entsprechend viel Geld, gibt Seminare, Kurse und nahezu tantrische Bespaßungsorgien zum Besten … Unser Entwickler sandte mir vor kurzem diesen Screenshot:

SEO Fehler
SEO Fehler / Quelle muss ich nachreichen

Alles gut und schön. Für mich der größte Fehler ist Googles Mischmasch selbst, denn wenn ich EINFACH Analytics nutzen und konfigurieren könnte, dann würde ich mehr Zeit für Onpage-Optimierungen, super Backlinks und großartigen Content haben. Mirko Lange stellte auf seiner Facebook-Seite vor einiger Zeit (von mir runtergebrochen) die Frage, wie optimierte Webinhalte aussehen müssten. Im darauffolgenden Thread kommentierte Karl Kratz treffend:

Thread Mirko Lange/Kommentar Karl Kratz
Thread Mirko Lange/Kommentar Karl Kratz

Treffer Mitschiffs! An die Entermesser! So ist es! Wenn mir dann noch Google die Möglichkeit gibt einfacher Analysen zu fahren, könnte ich glücklicher werden. Vielleicht erhört ja Google irgendwann mein Flehen und bietet eine DAU-optimierte Version seiner Dienste. Ich wäre dankbar. Andernfalls freue ich mich über Eure qualifizierten Kommentare, die mein Leid lindern …

 

 

 

 

 

Veröffentlicht von

Sebastian Freitag

Sebastian Freitag, Jahrgang 1975, ist seit 1998 ist verschiedenen Funktionen in der Kommunikationsbranche tätig. Als Mitgründer und -Geschäftsführer der Werbeagentur VON DER SEE berät er Kunden zu den Themen Markenführung, Onlinemarketing und digitalen Strategien. Dies ist Sebastian privater Blog. Eine Sammlung von Gedanken und Dingen, die ihn bewegen.

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