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Des Deutschen liebstes Kind: Meckern bei der Fussball WM 2014

Liebe Freunde, ich bin es leid. Dieses ewige Meckern über Fußball. Können wir Deutschen uns eigentlich gar nicht mehr freuen? Große Nationen sind lange raus, verstümpert, pomadig und behäbig gescheitert. Anstatt dass wir uns freuen, das Viertelfinale bei der Fussball WM 2014 erreicht zu haben, suchen wir das beschissene Haar in der Suppe! 80 Mio Fußballexperten sind sich eing: Versager, Schlappschwänze, überbezahlte Amateure … da werden Erinnerungen an #Euro2000 hervorgeholt, bei der wir IN DER VORRUNDE ausgeschieden sind!

Herrgottsakramentnochmal!!!

So viele Fußballfans in aller Welt, wären froh, wenn ihre Mannschaft so weit kommen würde und wir meinen es wäre die Welt untergegangen.

Nur mal zu Erinnerung: bis auf Kolumbien hat KEIN Team im Achtelfinale der Weltmeisterschaft überzeugt. Woran liegt das? Vermutlich daran, dass es kein sogenanntes Kanonenfutter mehr auf diesem Niveau gibt. Blöd oder? Wir (und andere auch nicht!) können andere Mannschaften an normalen Tagen nicht mehr vom Platz ballern. Das passt aber nicht in unser ambivalentes Fußballselbstbildnis.

Wenn wir gut spielen, meint die Nation wir sind überirdisch, wenn wir schlecht spielen zerplatzt offenbar unser geringes Selbstwertgefühl, wie der Ball nach Khediras Pressschlag.

Völlig zu Recht fragt Per Mertesacker „Sollen wir lieber ausscheiden???“ auf die selten dämlich-masochistische Wimmerei des Reporters Boris B. Die letzte Verlängerung bei einer WM verloren wir 2006 gegen Italien im Halbfinale. Inzwischen haben wir scheinbar gelernt Stresssituationen zu überstehen und uns da durch zu setzen. Schrecklich schrecklich, wenn dann nicht auch noch „Hacke-Spitze-1-2-3“ funktioniert, was? (Wie gelang Schürrle auch noch mal sein Treffer?!?).

Ich höre jetzt auf mit dem Meckern über das Meckern. Bin ja schließlich ein friedvoller Mensch und wünsche uns ALLEN ein schönes erfolgreiches Viertelfinale am Freitag. Und vielleicht freuen wir uns dann ja über das Weiterkommen?

Freude, WM2014, #beimirso

 

Nachtrag: da mein Beitrag erstaunlich häufig gelesen und geteilt wurde: Eine professionelle Beschreibung des Zustands der Nationalmannschaft liefert der Artikel der Zeit, der mir durchaus aus dem Herzen spricht. Lesen lohnt sich also.

Veröffentlicht von

Sebastian Freitag

Sebastian Freitag, Jahrgang 1975, ist seit 1998 ist verschiedenen Funktionen in der Kommunikationsbranche tätig. Als Mitgründer und -Geschäftsführer der Werbeagentur VON DER SEE berät er Kunden zu den Themen Markenführung, Onlinemarketing und digitalen Strategien. Dies ist Sebastian privater Blog. Eine Sammlung von Gedanken und Dingen, die ihn bewegen.

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